Kompetenzen, Erwartungen, Qualifikationen – ein Forschungsbericht

„Welche Erwartungen haben Anstellungsträger an die Fachkräfte in der Sozialen Arbeit?“

Zehn Monate lang beschäftigten wir uns zu viert mit dieser Frage, für die wir uns im Rahmen eines Forschungsprojektes des Master-Studienganges für „Soziale Arbeit in internationaler Perspektive“ an der Katholischen Hochschule NRW, Abt. Köln entschieden hatten. Die Begleitung unserer Forschergruppe war vielversprechend: Mit Prof. Ria Puhl war eine Kennerin von Organisations-strukturen, Arbeitsfeldern und Methoden federführend für das Begleitteam. Prof. Katharina Motzke, die zweite im Team, stand uns für Fragen der Profession und der Konzepte in der Sozialen Arbeit hilfreich zur Seite. Prof. Heinz Theisen versuchte, die Frage nach den Erwartungen der Anstellungsträger in einen gesamtpolitischen Kontext zu stellen. Und Prof. Armin Wildfeuer sei vor allem für seinen Beitrag hinsichtlich der Klärung und der Klarheit der Begriffe gedankt.

Der Inhalt des Forschungsberichtes

Im 1. Kapitel führt Alexander Mrazek in das Forschungsprojekt ein, ein Schwer- punkt liegt dabei auf dem Zusammenhang mit früheren und ähnlichen Studien. In einem Erhebungszeitraum von vier Wochen wurden im Raum „Köln +75 km“ 280 Stellenanzeigen für Fachkräfte aus der Sozialen Arbeit als Datensätze erhoben. Im 2. Kapitel werden sie von Carolin Schmidt quantitativ hinsichtlich der Anstellungsträger, der Arbeitsfelder und der erwarteten Qualifikationen ausge- wertet. Sabrina Schindler wird im 3. Kapitel 123 von ihnen hinsichtlich der er- warteten Kompetenzen beschreiben. Das 4.Kapitel teilen sich Alexander Mrazek und Harald Klein. Hier geht es eher interpretierend um einen genaueren Blick auf die „Gattung“ und die „Encodierung“ der ausgewerteten Stellenanzeigen, um die „Sprache“ und die verschiedenen Arten der „Begriffe“, in denen sie formuliert sind, um die „Macht“, die mit ihnen ausgeübt werden kann, und vor allem um die Frage der „Identität“ derer, die sich auf diese Anzeigen hin bewerben (wollen). Ein abschließender Blick gilt dann den Personalvermittlern und den Zeitarbeitsfirmen, die auch im Bereich der Sozialen Arbeit einen größer werdenden Einfluss haben.

Das Ergebnis in drei Worten

Zusammenfassend kann festgehalten werden: „Sprache.Macht.Identität“ – „Sprache macht Identität“.

Unser Dank geht an alle, die uns während dieses Projekts unterstützt haben. Es war nicht immer leicht, aber es hat sich gelohnt!

Harald Klein, Köln

Den Gesamttext des Forschungsberichtes können Sie unten rechts downloaden.