Methodenblatt „Bildbetrachtung“

Einen persönlichen, unmittelbaren Zugang finden

Bei einer meditativen Bildbetrachtung geht es nicht um eine Bearbeitung nach kunstgeschichtlichen, theologischen oder wissenschaftlichen Gesichtspunkten.  Sie zielt darauf ab, einen persönlichen und unmittelbaren Zugang zum Bild zu bekommen, unabhängig von der Aussageabsicht des Künstlers.

Die gemeinsame Bildbetrachtung ermöglicht, dass man gemeinsam auf ein Bild schaut, es auf sich wirken lässt, sich beeindrucken lässt und gemeinsam das Bild erschließt, sich darin gegenseitig bereichernd.

Mit einem Gebet kann die Betrachtung eröffnet werden. In einer Zeit der Stille betrachtet jeder und jede das Bild für sich.

Sich gegenseitig das Bild erschließen

Eine Anhörrunde schließt sich an: „Was siehst du auf dem Bild?“ – „Was spricht dich an?“ – „Was stößt dich vielleicht ab?“

Eine kurze gemeinsame Stille ermöglicht, dass das Gehörte in allen nachwirken kann.

Die Botschaft des Bildes für mich finden

Es folgt ein gemeinsames Gespräch – sinnvollerweise als Anhörrunde begonnen, dann im Austausch: „Was sagt dir das Bild jetzt?“ – „Hat es eine Botschaft für dich?“

Die Bildbetrachtung kann mit einem Gebet enden.

Die Methode kann mit einer kurzen Auswertung (in kurzer Anhörrunde/Blitzlicht) enden: „Wie ging es dir mit der Methode und dem Ablauf?“ – „Was nimmst du für dich mit?“ – „Was scheint dir für die Gruppe wichtig zu sein?“

 

Harald Klein, Köln

Quelle: GCL Deutschland (o.J.):
GCL-Werkmappe. Damit Gruppe mehr leben kann,
Augsburg, 57.

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