Aschermittwoch:
Mit den Augen Gottes auf das Verborgene schauen

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Aus dem heutigen Evangelium

Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer, schließ die Tür zu;
dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist!
Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie ein Heuchler!
Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten.
Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
(Mt 6,6.)

Das ganze Evangelium dieses Tages findest du hier – im unteren Drittel der aufgerufenen Seite.

Ein wenig Tugend- und Lasterlehre

„Tugenden und Laster sind menschliche Vorzüge oder Nachteile, für die man wenigstens teilweise etwas kann. Sie sind charaktergebundene Eigenschaften von Personen, die sich im Guten wie im Schlechten in ihren Handlungen und Haltungen manifestieren.“
aus: Seel, Martin (2012): 111 Tugenden, 111 Laster. Eine philosophische Revue, 3. Aufl., Frankfurt/Main, 11.

Vademecum durch die Fasten- und Osterzeit

verborgen ist etwas was ich nicht sehen kann
verborgen ist etwas was ich keinen sehen lasse
der teil von mir vor dem ich meine augen verschließe
gott blickt durch mit liebenden blick
der selbst-verborgene sieht
das von mir verborgene und
das mir-selbst-verborgene
das mir dienen kann auf mein leben hin
drum will ich all meine handlungen und haltungen
anschauen mit gottes liebendem blick
und prüfen ob es nicht leichter ehrlicher lebendiger ist
das verborgene anzusehen – mit meinen augen
und vielleicht mit deinen mit dir

Köln, 17.02.2026
Harald Klein