Um was es geht
Den Hintergrund für die ein Jahr lang monatlich erscheinenden „Grundrechte“ von Ulrich Schaffer findest du auf „verw:ortet“ im Mai 2026 . Sie spiegeln für mich so etwas wie die Stimme Gottes im eigenen Herzen wider, daher erscheinen sie immer am ersten Freitag des Monats, der ein Gedenktag des Herzens Jesu ist, das den Menschen offensteht. Man muss halt nicht alle Gedanken alter Frömmigkeit über Bord werfen, den einen oder anderen Gedanken kannst du dir gewahren, um daran geistig und menschlich zu wachsen.
Köln, 03.07.2026
Harald Klein
Sie gehört zum Kostbarsten, was du besitzt.
Sie gehört niemandem als dir
und den Menschen und Dingen,
denen du sie schenken willst. «
Du hast das Recht, über deine Zeit zu verfügen
Du hast das Recht, über deine Zeit zu verfügen.
Sie gehört zum Kostbarsten, was du besitzt.
Sie gehört niemandem als dir
und den Menschen und Dingen,
denen du sie schenken willst.
Niemand hat das Recht, deine Zeit von dir zu fordern.
Wenn du sie weggibst, dann als Geschenk;
freiwillig und mit Überlegung.
Deine Zeit ist ein Stück von dir.
Mit der Zeit gibst du dich weg.
Wenn du sie sinnvollgestaltest, fühlst du dich wohl.
Wenn dir Zeit abverlangt wird,
wenn jemand anders über sie bestimmt
und du nur zusiehst, wie du sie verlierts,
dann kann dir dein ganzes Leben entgleiten,
und du wirst dich betrogen fühlen.
An der Zeit und ihrem Gebrauch
hängt auch deine Entwicklung.
Wenn du keine Zeit hast, an dich zu denken
und dem nachzugehen, was du in dir spürst,
wenn du keine Zeit hast, bewusster zu leben,
und nur gejagt bist,
dann wirst du dich bald nur wiederholen,
entleert handeln und dich nicht weiterentwickeln.
Vielleicht wirst du erfolgreich sein, aber das wird die Leere nur begrenzt füllen.
Wie du mit deiner Zeit umgehst,
so gehst du mit dir selbst um.
Wie du das Recht hast, über dich zu verfügen,
so hast du das Recht, über deine Zeit zu verfügen.
Aus: Schaffer, Ulrich (2022): Grundrechte. Ein Manifest. Freiburg, 95.