Siebter Sonntag der Osterzeit: Alles,
was mein ist, ist dein

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Aus dem heutigen Evangelium

Die Worte, die du mir gabst,
habe ich ihnen gegeben
und sie haben sie angenommen.
Sie haben wahrhaftig erkannt,
dass ich von dir ausgegangen bin,
und sie sind zu dem Glauben gekommen,
dass du mich gesandt hast.
Für sie bitte ich;
nicht für die Welt bitte ich,
sondern für alle, die du mir gegeben hast;
denn sie gehören dir.
Alles, was mein ist,
ist dein,
und was dein ist,
ist mein;
in ihnen bin ich verherrlicht.
(Joh 17, 8-10)

Das ganze Evangelium dieses Tages findest du hier – am Ende der Seite nach den beiden ersten Lesungen.

Ein wenig Tugend- und Lasterlehre

„Welchen Gebrauch die Leserinnen und Leser […] von diesem Buch auch machen, es lädt zu einer Besichtigung des Besten ein, das den Menschen aufgegeben ist: ihr endliches Dasein mit einem wachen Gespür für ihr Bestes zu verbringen.“

aus: Seel, Martin (2012): 111 Tugenden, 111 Laster. Eine philosophische Revue, Schlussworte des Prologs, 3. Aufl., Frankfurt/Main, 14.

Vademecum durch die Fasten- und Osterzeit

binsenweisheit und
spruch auf dem kalenderblatt
leben ist geben und nehmen

geben und nehmen
magst du mir davon geben oder
du bist jemand der mir viel gibt
klingt anders als
dem hast du es aber gegeben

du nimmst dir immer wieder zeit für mich oder
du kannst meines nehmen
klingt anders als
du musst es halt hinnehmen

was ist mein
dass ich dir davon geben kann oder
was ist dein,
dass ich mir davon nehmen darf

alles – oder nichts
oder irgendwas dazwischen

ich will gar nicht alles
ich liebe und empfange dein bestes
und lass alles andere gelten

ich gebe dir gar nicht alles
ich liebe es dir mein bestes anzubieten
und hoffe du nimmst alles andere an

zusammen wach sein
für dein für mein bestes
und miteinander füreinander leben
im geben und nehmen
wie herrlich

Köln, 17.05.2026
Harald Klein