Rheinabwärts – dem Himmel entgegen / Über den Tellerrand

Der erste Geburtstag

Die Jungen Erwachsenen in der GCL Köln feiern ihren ersten Geburtstag. Beim Gemeindefest am 2. Juli 2017 in  Sankt Peter, der Pfarrei der Jesuiten in Köln,  entstand die Idee, nach Formaten zu suchen, junge Erwachsenen die Möglichkeit die Begegnung mit Elementen der ignatianischen Spiritualität zu ermöglichen. Die Formate sollten ihrer Lebenswelt angemessen sein. Durch Zusammenarbeit mit dem Katholischen Mentorat konnten wir bei studierenden Religionspädagog*innen für unsere Idee werben, und es entstanden zwei gut und gern angenommene Formate: „Rheinabwärts – dem Himmel entgegen“ und „Über den Tellerrand“.

Rheinabwärts – dem Himmel entgegen

An einem Samstag im Monat laden wir zu je einer Etappe des „Kölnpfades“ ein, der uns ein „geistlicher Kölnpfad“ geworden ist. In elf Etappen geht es „eimol um Kölle röm“. Wir treffen uns an einem Haltepunkt einer Bahnlinie, haben beim Kaffee am Kiosk eine längere Vorstellen- und Ankommende, führen ins Thema des Tages ein – und laufen los. Zwischendrin ein Impuls, eine Stille Zeit, Austausch zu dritt, bei der Mittagspause dann ein Impuls für die ganze Gruppe mit Austausch, am Ende eine Auswertung des Tages.

Themen waren z.B. Impulse aus einem Gedicht von Hilde Domin über das „Wunder“, die „Geschichte unseres Betens“, der „Umgang mit Angst und Unsicherheit“ uvm. Die auf dieser Seite abgelegten „Methodenblätter“ geben Zeugnis davon. In der Leitung arbeiten Thomas Szynkiewicz und Lukas Kowalczyk mit, ein ehemaliger und ein gegenwärtiger Studierende aus der Hochschule.

»Im Alltag ist man jemand mit einem Namen, einer Geschichte, doch wenn man wandert, liegt das Interesse darin, keine Geschichte mehr zu haben, eben nur ein wandernder Körper zu sein; diesmal also nicht sich aufzumachen zur Begegnung mit sich selbst, sondern zu gehen, um niemand Besonderes mehr zu sein, nur ein uralte Lebensstrom.«
Frédéric Gros, in: Philosophiemagazin, Sonderausgabe Wandern, Berlin 2018, 32

Über den Tellerrand

Das zweite Format ist das der „Offenen Gruppe“. Einmal monatlich, donnerstags um 18:00 h, feiern wir mit der Gemeinde von Sankt Peter einen meditativen Gottesdienst. Nach der Kommunionausteilung ist Aussetzung bis zum „Glockenschlag sieben“, dann Segen. Im Anschluss kommen wir zum Austausch „Schnack mit Snack“ zusammen. Die Teilnehmenden bringen eine Kleinigkeit zum Essen, Dippen, Trinken mit. Mit dem, was auch gedanklich „mitgebracht“ wird, teilen und gestalten wir den Abend. Durch die feste Teilnahme von Sarah Hoffmann, Charlotte Erkens, Gero Schlesinger und mir ist eine Beständigkeit in der Gruppe gewährt. Und wer sich in geistlichen Abenden auskennt, der/die weiß, dass trotzdem schnell eine vertrauliche Atmosphäre entsteht.

Ein Ausblick

Für unser zweites Lebensjahr sind zwei weitere Formate geplant. Zum einen ein großes MAGIS-Experiment im Sommer 2019, das von der J-GCL, der ksj, den Jungen Erwachsenen und dem Mentorat vorbereitet wird. Gemeinsam mit jungen Erwachsenen mit Fluchthintergrund werden wir eine Woche in den Alpen von Hütte zu Hütte ziehen, den Alltag, aber auch spirituelle und kulturelle Inhalte miteinander teilen. Und aus der Erfahrung heraus, dass in Köln ankommende Studierende kaum einen Gemeindeanschluss finden, werden wir Gottesdienste und Gemeinden in Köln besuchen, die schlichtweg gastfreundlich und ansprechend sind und sein wollen. Schließlich muss, so sagt es schon Ignatius in seiner „Betrachtung zur Erlangung der Liebe“, die Liebe mehr in Werke als in Worte gelegt werden.

Ich bin sehr glücklich, dass wir diese Formate haben – und noch mehr über die, die daran teilnehmen.

Und eine Bitte am Ende: Wir werben ausschließlich über die Facebook-Seite „GCL – Junge Erwachsene in Köln“, mehr gibt die Zeit leider nicht her. Gerne dürfen Sie diese Seite „teilen“, um einen größeren Verteiler zu erwirken. Herzlichen Dank.

Köln, 29. Juni 2018
Harald Klein

 

 

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