Verw:ortet im Februar 2022: Rosa, Hartmut (2016): Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung (Teil I), 2. Aufl., Berlin

  • Verw:ortet
  • –   
  • –   

Resonanz – einen Begriff neu füllen

Sie mögen das Gefühl kennen, mit jemandem, mit sich selbst oder mit etwas „in Resonanz“ zu sein. Wenn Sie Hartmut Rosas wort- und wissensgewaltige Untersuchung zum Begriff der Resonanz als einer Art der Weltbeziehung und der Weltaneignung studiert haben, wissen Sie: Sie kennen zwar ein Gefühl, das sich wie „Resonanz“ anfühlt, deswegen aber immer noch lange nicht „Resonanz“ ist. So gut belegt und beschrieben, wie es im 800-Seiten-Werk des in Jena dozierenden Soziologen ist, werden Sie nicht anders können als Ihr Gefühl zu revidieren – Resonanz, so Rosa, sei eine Weise, Welt zu erfahren oder sich anzuverwandeln. Sie bezeichne einen Grad der Verbundenheit mit bzw. einen Grad der Offenheit gegenüber anderen Menschen und Dingen.

» Resonanz [...] bezeichnet ein wechselseitiges Antwortverhältnis, bei dem die Subjekte sich nicht nur berühren lassen, sondern ihrerseits zugleich zu berühren, das heißt handelnd Welt zu erreichen vermögen. «
Rosa, Hartmut (2016): Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung, 2. Aufl., Berlin, 270.

Auf den ersten 300 Seiten seines Werkes untersucht Hartmut Rosa Grundelement menschlicher Weltbeziehungen. Aus diesem ersten Teil seines Werkes sind unter der Rubrik verw:ortet einige Zitate gesammelt, die hoffentlich Lust auf die Lektüre des Buches machen. Die Seitenzahlen (in Klammern nach den Zitaten) beziehen sich auf das in der Überschrift angegebene Buch.

Köln, 30.01.2022
Harald Klein